Miteinander asynchron reden – das asynchrone Barcamp

Wir kommunizieren tagtäglich mit Menschen – synchron und asynchron. Synchron ist ganz klar in alltäglichen Gesprächen miteinander oder beispielsweise bei einem Webinar. Doch auch asynchrone Kommunikation ist nicht mehr wegzudenken. Denn durch das Schreiben von Nachrichten per SMS, Messenger oder E-Mail stehen wir ständig in Kontakt, jedoch zeitversetzt.

So können wir auch spannende Diskussionen asynchron führen, wie auch das asynchrone Barcamp #Edunauten dieses Jahr. Denn von 03.-13. Juni 2021 kann asynchron miteinander diskutiert und reflektiert werden. Durch die Erfahrungen mit Distanzlernen soll gemeinsam der Frage „Wo stehen wir mit zeitgemäßer Pädagogik?“ nachgegangen werden, um so herauszuarbeiten, wo wir vorangekommen sind aber auch wo es Rückschläge gibt und was für die Zeit nach Corona für die Verbesserung notwendig ist.

Wie funktioniert dieses asynchrone Barcamp?
Zunächst einmal was ist überhaupt ein Barcamp? Unter einem Barcamp wird eine offene Tagung verstanden, bei welcher die Teilnehmenden die Inhalte und den Ablauf zu Beginn selbst entwickeln und im weiteren Verlauf selbst weitergestalten. Es wird ein offenes Überthema festgelegt und zu diesem werden Ideen gesammelt, um so die bestmögliche Interaktion zu gewährleisten.
Und wie gelingt nun ein asynchrones Barcamp? Bei den Edunauten konnte man bis einen Tag vor Beginn Themen vorschlagen, aus diesen wurden 40 Sessions erstellt, bei welchen es um viele unterschiedliche Themen geht. Themen sind beispielsweise Digitale Achtsamkeit, Tools wie Mozilla Hubs und Miro, Zeitgemäße Fehlerkultur, Podcasts, Hybride Lernsettings weiter nutzen, die Schule von morgen, asynchrone Gespräche, Computerkunst Programmieren, TikTok, projektorientiertes Lernen und vieles mehr. Zu diesen Sessions werden jeweils kurze oder längere Inputs gegeben – natürlich jederzeit verfügbar – beispielsweise gibt es kurze Audios, kurze Texte, Podcastfolgen, Videos, Bilder, Tools zum Ausprobieren, Webseiten und und und, um die Session zu verstehen und einen Input zu bekommen, was diskutiert und reflektiert werden soll. Dann sind die Teilnehmer/innen dran. Man kann ausprobieren und Erfahrungen berichten oder generelles Wissen teilen und so mit anderen in Kontakt treten, sich austauschen und vernetzen.

8 Vorteile, die ich im asynchronen Austausch sehe

    1. So kommt es zum Austausch – wann du willst und wann du Zeit hast. Das ist das Tolle an asynchroner Kommunikation! Man kann mitmachen, wann man möchte, denn man ist an keinen Zeitpunkt gebunden.
    2. Und man verpasst nichts, denn durch die Audios oder Texte ist es verewigt und man kann immer und überall seine Meinung noch dazu schreiben bzw. sagen.
    3. Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass man sich Gedanken machen kann, denn man muss nicht gleich auf einen Input reagieren. Oft geht es in Veranstaltungen schnell weiter und man hat noch nicht verarbeitet und reflektiert, was gesagt wurde – asynchrone Kommunikation ist hierfür gut geeignet, denn man kann ein paar Minuten, ein paar Stunden und sogar ein paar Tage darüber nachdenken und vielleicht kommt später dann ein spannender Gedanke, den man teilen möchte.
    4. Weiter ist es wesentlich, dass man nicht entscheiden muss, bei welcher Session man mitmachen möchte. Denn oft ist es bei Veranstaltungen, dass man sich bei Workshops anmeldet und durch die Synchronität kann man nicht bei zwei Workshops gleichzeitig mitmachen.
    5. Fehlende Hintergrundinformationen oder unbekannte Begriffe sind kein Problem mehr, denn man sich Informationen holen und erarbeiten – durch einfache Google-Suche/Übersetzung oder durch Einlesen in die Literatur.
    6. Tools ausprobieren – oft werden Tools vorgestellt und darüber soll gesprochen werden. Man hat durch den asynchronen Austausch die Möglichkeit diese auch öfters auszuprobieren und so erst durch mehrmaliges Probieren die ersten Eindrücke teilen.
    7. Die Kommunikation kann auch asynchron in zwei Weisen geschehen – durch Text und Audio. Doch würde ich sagen, dass Text überwiegend verwendet wird, so können auch Menschen teilnehmen, die nicht unbedingt sprechen wollen oder sich unsicher fühlen.
    8. So können alle Menschen mitmachen, mit kaum einer Einschränkung!

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Lydia Klausner


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