Medienkompetenz – was ist das eigentlich?

Medien werden immer präsenter in unserem Alltag, so ist es wichtig, dass wir uns alle immer wieder damit auseinandersetzen und Heranwachsenden einen Teil unserer Medienkompetenz vermitteln.
Doch was ist diese „Medienkompetenz“ von der alle sprechen? Allgemein kann darunter die Fähigkeit verstanden werden Medien für die eigenen Bedürfnisse und Zwecke verantwortungsvoll zu verwenden.
Gebildet wird Medienkompetenz aus vier Säulen: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Was bedeutet das genau? Medienkritik ist das analytische, reflexive und ethische Handeln mit und in Medien. Doch davor steht die Medienkunde, also dass man weiß wie die Strukturen und Abläufe stattfinden und natürlich, wie man überhaupt ein Medium bedienen kann. Das kann man mal versuchen seinem Kind zu erklären, doch wie wir wissen werden Kinder das nicht wirklich verstehen und so aufnehmen. Umso wichtiger ist der direkte interaktive Umgang mit Medien, sonst lernt man nichts. Ganz nach dem Prinzip Learning by Doing! So weiß das Kind dann, wie man Medien nutzen sollte und es kann auch sein Wissen mit anderen teilen. Ziel ist dann die aktive Mediengestaltung durch das Nutzen von Medienangeboten (Weiterbildungen, Nachrichten,…) aber auch Medien als (kreatives) Ausdrucksmittel zu betrachten, um so einen sinnvollen alltäglichen Gebrauch zu schaffen.

Woran erkenne ich selbst, ob ich medienkompetent bin? Hier ein paar Punkte zur Orientierung, ob man medienkompetent handelt:

  • Nach dem Lesen von einem Beitrag oder der Auseinandersetzung mit einer Internetseite mache ich mir Gedanken darüber, ob diese Inhalte wahr sind, welche Absichten sie verfolgen und wie diese auf die Gesellschaft wirken kann.
  • Ich habe technische Grundlagen und weiß wie ich diverse Medien (Smartphone, Computer, Internet,…) verwenden kann.
  • Ich weiß welche Medienangebote und -inhalte für micht wichtig ind und weiß für welchen Zweck ich welches Medium einsetzten kann und muss.
  • Ich verwende Medien nicht ausschließlich für meine Ausbildung oder Arbeit, sondern setze mich aktiv mit diesen auseinander und versuche mich ab und zu kreativ auszutoben.
  • Ich weiß wie ich Medien (nicht) einsetzen sollte und weiß auch wann ich wieder aufhören sollte digitale Zeit zu verbringen.

Wenn einige Punkte auf einem selbst als Erwachsenen oder Jugendlichen zutreffen, dann ist es ein gutes Zeichen, dass du medienkompetent handelst. Doch muss man bei Kindern noch genauer hinschauen. Kinder können leicht überfordert sein, auch wenn man es gar nicht merkt. Wichtig sind demnach ein paar Regeln zu treffen beispielsweise wie lange ferngeschaut werden darf und welche Sendung geschaut wird. Dennoch wird, wie schon gesagt, Medienkompetenz nur interaktiv gelernt, weshalb es auch wichtig ist Interesse zu wecken und Kindern auch die Chance zu geben, dass sie uns Erwachsenen zeigen, was sie gerne machen oder schauen würden. Wie immer gilt sich auf sein Kind einzulassen, denn jeder lernt und reagiert anders. Spaß niemals vergessen und nur so kommen schöne medienkompetente Stunden zustande!

Internetseiten-Tipps für das weitere Auseinandersetzen mit Medienkompetenz:
Medienkompetenz allgemein:
Bildungsxperten
Medienkindergarten
Video Wo geht’s hier zur Medienkompetenz?

Tipps für die Medienerziehung:
Österreich.gv.

Medienkompetenz spezifisch auf Kinder:
Kindergesundheit

Bildquelle


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Lydia Klausner


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