Kinder sicher im Internet

Kinder wollen wie die Großen sein, so ist ihr Interesse sich im Internet aufzuhalten oft genauso groß wie bei älteren Geschwistern oder den Eltern. Doch sind Kinder nicht bereit allein in das World Wide Web zu gehen, weshalb es wichtig ist, dass sich Eltern kritisch mit dem sicheren Umgang auseinandersetzen, wenn es ihre Schützlinge nicht schaffen. So gibt es bestimmte Regeln und Vorgehensweisen, die im Internet zu beachten sind, denn wie auch im Alltag müssen wir Kinder im Internet schützen. Wichtig ist es Schritt für Schritt zu arbeiten, weil keiner von uns kennt sich von einen auf den anderen Tag in der gesamten Welt aus.

Wie kann ich mein Kind im Internet unterstützen?
Wie immer ist die oberste Regel miteinander zu kommunizieren und offen zu sein. Denn nur, wenn dein Kind weiß, dass es dir vertrauen kann, kommt es zu dir, wenn es einmal Probleme im Internet hat oder auf unangemessene Inhalte stößt. Verbote bringen meist sehr wenig bis gar nichts, denn Kinder werden oftmals durch Verbote erst auf die Idee gebracht etwas zu machen bzw. machen es intensiver.
Deshalb wäre es auch wichtig, wenn du dich im ersten Schritt mit deinem Kind zusammen hinsetzt und einmal im Internet erste gemeinsame Erfahrungen sammelst. Beispielsweise zeigst du ihm Seiten, bei welchen es sich Informationen anschauen bzw. Durchlesen kann oder es altersgerechte Spiele spielen darf.
Vielleicht wird ab und zu als Antwort kommen, dass diese Internetseite uncool ist und eine andere viel beliebter bei Freunden und Klassenkollegen. Motiviere deshalb dein Kind auch einmal gegen den Strom zu schwimmen und offen für Neues und Anderes zu sein, vielleicht kann es ja dadurch auch seine Freunde damit überreden diese Internetseite zu mögen und diese werden dann beliebter. Doch hier gilt auch sich mit den anderen Internetseiten, für die sich dein Kind interessiert auseinanderzusetzen, vielleicht sind diese gar nicht so schlecht oder du kannst mit deinem Kind vereinbaren, dass es nur unter bestimmten Bedingungen auf diese Seite gehen darf, beispielsweise nur mit den Eltern zusammen oder mit älteren Geschwistern, die sich schon besser damit auskennen. Ein kritischer Umgang mit dem Internet ist demnach wichtig. Wie du vielleicht schon erkennen kannst, ist dies nicht nur von der Seite der Kinder wichtig, sondern auch auf Seiten der Eltern. Denn du musst auch teilweise mitlernen und mit die neuesten Trends anschauen.
Wenn man glaubt, dass sein Kind schon sicher ist auf den Internetseiten, kann man den Internetzugang auch auf die allgemeine Suche ausweiten. Hierfür wäre es am besten, wenn du dich mit deinem Kind hinsetzt und als Übung beispielsweise gemeinsam zu einem Thema Begriffe zu sammeln, um Interessantes zu entdecken. So lernt dein Kind sich kritisch damit auseinanderzusetzen und weiß, wie es zu seinem Ergebnis kommt.
Mithilfe von dem Online-Zoo kann man seinem Kind einen schönen Einblick in die online Welt mit verschiedene Medien geben.

Reden und gemeinsame Erkundungen helfen nicht?
Falls es zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr hilft bzw. von Anfang an nicht gut funktioniert, nur miteinander zu reden und gemeinsam das Internet zu entdecken, gibt es bestimmte Maßnahmen, welche man ergreifen kann, um das Internet ein Stück sicherer zu machen. Prinzipiell geht es darum Nutzungszeiten zu festzulegen, Inhalte zu filtern und bestimmte Anwendungen zu blockieren.
Oft kann man direkt oder durch installierte Systeme diese Regeln festlegen. So kann nur zu einer gewissen Zeit das Internet verwendet werden oder bestimmte Internetseiten können nicht bzw. Nur aufgerufen werden.
WICHTIG: Diese Systeme, eingestellten Regeln und allgemein die Maßnahmen unterstützen den Schutz, doch kann man sich nie zu 100% darauf verlassen, sondern muss immer einen Blick darauf haben, ob alles so funktioniert, wie man möchte.

Welche Risiken sollte ich erklären?
Sprich offen über alle Themen und erarbeitet gegebenenfalls sogar gemeinsam gewisse Themen, vielleicht weiß dein Kind schon mehr darüber als du dir denkst. Wichtige Themen am Anfang sind: Datenschutz, Identitäten im Internet, Geld im Internet, Filme und Musik aus dem Internet, Inhalte, Kettenbriefe und stundenlange Zeit im Internet verbringen.

Welche Internetseiten sind gut für mein Kind?
Wie schon erwähnt ist es wichtig seinem Kind gewisse Internetseiten für den Anfang zu zeigen und diese auch miteinander zu erkunden. Auf Saferinternet.at gibt es eine Reihe an Links, um diverse kindergerechte Internetseiten zu finden.
Wichtig ist, dass es kostenfreie Seiten sind, auf welchen es auch keine einfache Möglichkeit gibt Käufe abzuschließen. Weiters sollten diese werbefrei sein, wodurch keine Fallen entstehen können. Oft sind Kinder am Anfang auch überfordert, weshalb eine einfache Bedienung geben sein soll, damit sie sich gut zurechtfinden können.

Interessante Links
Klicksafe
SaferInternet.at
Online Zoo
Technischer Kinderschutz
Surfen ohne Verbote
Kinder vor ungeeigneten Inhalten schützen
Buch: Kinder sicher im Internet: Die digitalen Gefahren für unsere Kinder und wie wir sie davor schützen (Alexander Geyrhofer)


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Lydia Klausner


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