Familienregeln für die Mediennutzung

Die Problematik ist uns allen schon lange nicht mehr fremd. Egal ob am Mittagstisch oder beim Kaffeetrinken mit Oma, irgendwo läutet ein Smartphone oder wir müssen zu irgendeinem Thema etwas googeln. Im Urlaub ist das Tablet unser ständiger Begleiter an den Pool – sei es um darauf die Zeitung lesen, bzw. wenn das zu langweilig ist ein bisschen im Interne zu surfen oder Spiele spielen. Auf die Idee, die Türe zur Onlinewelt mal geschlossen zu lassen und sich auf den Moment mit der Familie und den Freund_innen zu konzentrieren kommen wir immer seltener.

Um Streitigkeiten zu diesem Thema zu vermeiden, kann eine Familie Regeln aufstellen, an die sich alle halten und mit denen alle einverstanden sind. Wichtig bei der Regelfindung ist, dass alle Betroffenen mit einbezogen werden und sich dazu äußern können.

Beispielsweise wäre es möglich, sich an einen Tisch zu setzen und die Gesamtsituation durchzusprechen. Dabei sollten bestimme Gesprächsregeln eingehalten werden:

• Jede_r darf seinen/ihren Satz fertig sprechen, ohne dass er/sie unterbrochen wird.
• respektvoll miteinander umgehen
• Jede_r hat das Recht eine eigene Meinung zu vertreten.
• Schimpfwörter haben hier nichts verloren.
• in ICH–Botschaften sprechen.
• Versuchen sich in den anderen hineinzuversetzen.

Für manche Familien kann es hilfreich sein, diese Regeln auch in einem Vertrag festzuhalten. Gute Anregungen, wie so ein Vertrag aussehen kann und was er beinhalten sollte bietet der Mediennutzungsvertrag von KlickSafe.de und Internet-abc.

Um ein sicheres Online-Umfeld für die Kinder und Jugendlichen zu schaffen sollten die Eltern darauf achten, welche Seiten besucht werden. Sowohl bei Filmen und auch bei Online-Spielen sollten die Altersangaben beachtet werden. Eltern dürfen auch “Nein” sagen. Die mobilen Endgeräte bzw. allgemein das Internet sollen aber weder als Mittel zur Bestrafung (Entzug) noch der Belohnung eingesetzt werden – andernfalls kann es dazu kommen, dass diese Medien einen Stellenwert bekommen, der ihnen nicht zusteht. Sie werden dann womöglich auch bei Freund_innen exzessiv oder heimlich konsumiert und so vor allem das Vertrauen erschüttert. Vertrauen und Sicherheit zu schaffen trägt hingegen dazu bei, dass Kinder und Jugendlichen sich trauen zu sprechen – auch über Themen, die ihnen unangenehm sind (Mobbing, Übergriffe, Webseiten, die nicht altersadäquat sind).

Dieser Artikel ist dem eBook: leben.lernen.spielen – Familien in der digitalen Welt entnommen.

PS: Am 23. Februar 2017 findet ein Webinar zum Thema „Mutter, Vater, Kind & das Internet…“ statt.


image

Julia Ehrnleitner

Ich bin 21 Jahre und studiere Deutsch und Sport auf Lehramt in Salzburg. Ich habe die Tourismusschule in Bad Leonfelden mit dem Titel Touristikkauffrau und der Matura abgeschlossen. Ich bin sehr sportlich, lese und koche aber auch leidenschaftlich gerne. Immer wieder überzeuge ich mit meinem offenen, freundlichen Wesen. Wenn ich nicht gerade Arbeiten für mein Studium erledige oder irgendwo als Service- oder Küchenkraft aushelfe, verbringe meine Freizeit gerne an der frischen Luft.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.