DigitalDetox – bewusst im Offline-Family-Modus

Smartphones und digitale Endgeräte als ständige Begleiter in unserem Alltag. Ohne Smartphone geht heute kaum mehr jemand aus dem Raum und geschweige denn aus dem Haus. Digitale Endgeräte als Alltagshelferlein – egal für welchen Zweck – das Smartphone oder Tablet hilft uns in fast jeder Situation weiter. Wie spät ist es eigentlich? Was soll ich heute kochen? Wann gibt’s den nächsten Boulder-Kurs? Hat mein Kind die richtige HÜ erledigt? Fast keine Frage der Welt, die man nicht vermeintlich mit einem Abstecher in die digitale Welt beantworten könnte. Doch oft wirken wir als Erwachsene und auch unsere Kinder überfordert – von zu viel Information und Angebot und auch von dem Zeitaufwand, den wir in digitale Inhalte investieren. Wir neigen dazu, jede noch so kleine Pause mit digitalen Lückenfüllern zu verbringen und das überfordert uns oftmals. Wir leben heute in 2 verschiedenen Welten – in der realen Welt und in einer grenzenlos scheinenden digitalen Welt – in der wir täglich mit Informationen und Inhalten zugeschüttet werden und es kaum noch Möglichkeiten gibt, die Vielzahl dieser Möglichkeiten, die sich uns bieten, abzuarbeiten.

 

Abhilfe verspricht ein Trend mit dem Namen Digital Detox – digitale Entgiftung sozusagen. Bei Digital Detox geht es nicht darum, digitale Medien komplett aus seinem Alltag auszuschließen und nur noch „analog“ zu leben, sondern es geht viel mehr darum, dass man seine individuelle, tägliche Dosis findet, mit der es einem selbst und auch der Familie gut geht. Um dies zu erleichter, werden verschieden Digital Detox Apps angeboten. Aber was sollen solche Apps können? Sie sollen uns öfter dazu zwingen, die Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge zu lenken und das Smartphone bewusst zur Seite zu legen. Diese Apps zielen darauf ab, störende Benachrichtigungen, Anrufe oder WhatsAppNachrichten zu blockieren – um dabei zu unterstützen, richtig abschalten zu können und uns in der Zeit mit unseren Familien, nicht ablenken zu lassen. Es wird dafür der Zugriff auf Anwendungen eingeschränkt, die in Versuchung führen, sich leicht ablenken zu lassen, wie zum Beispiel Facebook, Instagram oder aber auch der berufliche Mailaccount. Wer mehr über seine digitalen Gewohnheiten erfahren will, bekommt auch die Möglichkeit über Statistiken und Auswertungen, genaue Einblicke bzgl. der eigenen Handynutzung zu bekommen. Die Protokollierung des Nutzungsverhaltens soll dabei helfen, die eigenen Gewohnheiten zu erkennen und diese umzustellen.

 

Im Großen und Ganzen geht es einfach darum, wieder mehr im Hier und Jetzt zu leben – in der realen Welt – und sich nicht ganz von der digitalen Welt einnehmen zu lassen. Viele Smartphones bieten Funktionen wie Statistiken oder Zeitlimitierungen schon als vorinstallierte Anwendungen an. Wer aber gerne umfangreichere Möglichkeiten sucht, findet wahnsinnig viele Angebote in den diversen App-Stores. Ob es tatsächlich sinnvoll ist, sich ausgerechnet von Apps dabei helfen zu lassen weniger das Smartphone in der Hand zu haben und welche Digital Detox Apps gerade für Familien zu empfehlen sind, könnt ihr bald im zweiten Teil dieses Beitrags lesen.

Bis dahin freuen wir uns auf eure Kommentare, zu diesem doch spannenden Thema.

 


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Nikki Schöffmann-Krammer

Ich lebe mit meinem Mann und unserer 8 jährigen Tochter in einer kleinen Gemeinde im wunderschönen Görtschitztal in Kärnten. Ich arbeite im elterlichen Betrieb mit und bin dabei mein Studium der Medien und Kommunikationswissenschaften an der AAU Klagenfurt mit Schwerpunkt Medienpädagogik abzuschließen.


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